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Autistische Trauer

Der Tod meiner Mutter in meiner Schulzeit hat meinen Weg zur Trauerbegleitung geprägt. Als Autistin habe ich damals ebenso wie beim Verlust weiterer naher Angehöriger Trauer anders erlebt als es gesellschaftlich erwartet. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie individuell und vielfältig autistische Trauer sein kann und wie wichtig das Wissen darüber für die Betroffenen ist.​

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Im November erscheint mein Buch "Autismus, Verlust und Trauer - Autistische Perspektiven verstehen und begleiten" im Kohlhammer Verlag.

Es vermittelt Grundlagen zu Trauer, erläutert Besonderheiten autistischen Erlebens und beschreibt konkrete Ansätze für Verstehen und Begleitung. Anschauliche Fallbeschreibungen, konkrete Anwendungsbeispiele und praktische Materialien machen das Buch zu einem Arbeitsmittel für Fachpersonen und zu einer persönlichen Orientierungshilfe für Angehörige und Betroffene.

Trauer ist individuell

Trauer folgt keinem einheitlichen Muster und ist doch gesellschaftlich gerahmt. Bei autistischen Menschen können Wahrnehmung, Kommunikation, Routinen und der Umgang mit Veränderungen beeinflussen, wie Verlust erlebt und verarbeitet wird.

Trauer kann emotional oder analytisch, unmittelbar oder zeitversetzt, sichtbar oder weitgehend im Inneren stattfinden. Entscheidend ist nicht, ob sie gesellschaftlichen Erwartungen entspricht, sondern welche Bedeutung der Verlust für den einzelnen Menschen hat.

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Autistische Trauer

Ein Verlust kann neben einer Beziehung auch vertraute Strukturen, Sicherheit und Möglichkeiten der Selbstregulation verändern. Hinzu kommen mögliche sensorische und soziale Belastungen sowie Erwartungen des Umfelds an einen bestimmten emotionalen Ausdruck.

Meine Begleitung orientiert sich deshalb nicht an einer Vorstellung davon, wie Trauer aussehen sollte. Im Mittelpunkt stehen die individuelle Wahrnehmung, die persönliche Lebenssituation und die jeweils eigene Form der Verarbeitung.

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Diagnosetrauer

Auch eine späte Autismusdiagnose kann einen Trauer- und Veränderungsprozess auslösen. Frühere Erfahrungen werden neu eingeordnet, Anpassung und Überforderung möglicherweise anders verstanden. Neben Erleichterung können Trauer, Wut oder Bedauern über nicht erkannte Bedürfnisse und fehlende Unterstützung entstehen.

Diagnosetrauer bedeutet für mich nicht Trauer über Autismus, sondern die Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie unter veränderten Voraussetzungen.

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Begleitung

Ethisch verantwortliche Begleitung bedeutet für mich, keine bestimmte Form des Trauerns oder der „Akzeptanz“ vorzugeben. Die Deutung des eigenen Erlebens bleibt bei der jeweiligen Person.

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Individualität ist erwünscht.

 

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Gewinnen Sie einen Eindruck meiner Arbeit:

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Podcast Sensibel Sein (Britta Sperling), Autistische Trauer

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Vortrag EKRA, Trauer und Neurodivergenz

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Sonnenuntergang, wolkiger Himmel, nordische Fauna

Individualität ist erwünscht

In einem persönlichen Gespräch können wir Möglichkeiten für Ihre Einrichtung oder ebenso eine private Begleitung bei Ihrem Traueranliegen besprechen.

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Schreiben Sie mir kurz Ihr Anliegen, ich melde mich bei Ihnen.

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